Ursprung und Entwicklung der Volksmusik

Die ursprüngliche Volksmusik stammt aus Zeiten, in denen es weder Radio, noch Fernseher oder Computer gab. Damals lernten viele Bauern ein Musikinstrument, um einer abendfüllenden Freizeitbeschäftigung nachzugehen, oder um im kleinen gesellschaftlichen Kreis für Unterhaltung zu sorgen. So erklingten aus den Stuben der Häuser das Hackbrett, Geige, Sackpfeife oder die Tuba. Diese Form der Unterhaltung war besonders in dunklen Wintermonaten sehr beliebt , da es zu der Zeit auf den Feldern nichts zu tun gab und man in geselliger Runde, ums Feuer sitzen, und musizieren konnte. Es wurde ohne viel Schnickschnack, wie Bühne, Mikrofon, oder Lautsprecher musiziert. Zwischen Musikern, Sängern und Zuhörern gab es keine Grenzen. Alles verschmolz zu einem lustvollen geselligen Ganzen und erfreute das Publikum jenseits vom heutigen Kommerz und Kitsch, ohne doppelten Boden, frei von Playback.

Aufgrund der Entfernung zwischen den ländlichen Gemeinschaften fehlte es an sozialer Bindung zu Nachbarn. So schufen die vielen kleinen Dorfgemeinschaften ihre eigene Musik, Lieder und Tänze. Bei Dorffesten wurden diese dann in anderen Gemeinschaften aufgeführt. Somit wurde ein originärer Musikschatz geschaffen, der bis heute nicht ganz überschaubar ist und grenzübergreifend den österreichischen, schweizerischen und bayrischen Raum umfasst. Die unterschiedlichen Gattungen lassen sich nur schwer kategorisieren, daher spricht man oft von einem “Tirolerlied”, vom “Steirischen” oder vom “Pongauer Jodler”. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich auch komplette Stilrichtungen, die mit dem Original relativ gering zu tun haben. Die Lieder werden meist seit Generationen überliefert, oftmals gibt es sogar keine entsprechenden Notenblätter.

Volksmusik

Die traditionelle Volksmusik

Der Begriff Volksmusik bezeichnet in seiner reinsten Bedeutung die Musik, die ein Volk macht. Daher spiegelt sie nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch die Lebensweise und -umstände der Menschen wieder, die sie schufen. Die ursprüngliche Volksmusik hat ihre Wurzeln in den kleinen Städten und Gemeinden, wo vor hunderten von Jahren, Volkssänger ihre musikalischen Dichtungen vortrugen. Das Volkslied wurde meist mit einem Volkstanz musikalisch untermalt, wobei man in Deutschland zwischen den alpenländischen Volkstänzen und den niederdeutschen Volkstänzen unterscheidet.

Vor 400 Jahren waren die vorherrschenden Instrumente die Drehleier und der Dudelsack, gefolgt im 18. Jahrhundert von der Geige. Die Militärkapellen rückten die Blasinstrumente in den Vordergrund, welche die weitverbreitete Geige ablösten. Mit Hackbrett und Harmonika wurde erst im 20. Jahrhundert vermehrt musiziert.

Die dominierenden Themen in der traditionellen Volksmusik sind Liebe, Natur und Religion. Einige Lieder wurden auch ohne Text vorgetragen, oder vom Jodeln begleitet, das zur Kommunikation über größere Distanzen in den Bergen von Tal zu Tal diente und sich im Laufe seiner Entwicklung stilistisch mehrfach geändert hat.

Wo liegt der Unterschied – Volksmusik und volkstümliche Musik?

Von der unkitschigen Volksmusik aus alten Zeiten, gingen ab Mitte der 1980er nachhaltige Impulse auf die Popmusik aus. Die Volksmusiktraditionen vermischten sich dabei mit der neuartigen Musikkultur. So machten beispielsweise 1990 die “Attwenger” auf sich aufmerksam und gewannen mit lakonischer Selbstironie ein breites Publikum für sich.

Die volkstümliche Musik bedient sich im Grunde genommen der Tradition und setzt auf ein paar traditionelle Elemente, ist eigentlich aber eher dem Bereich Schlager und der populären Unterhaltungsmusik zuzuordnen. Sie wird oft mit der Volksmusik verwechselt, da oftmals Trachten verschiedener Regionen getragen werden, im Dialekt vorgetragen wird und Instrumente zum Einsatz kommen, die man als typisch und traditionell für die Volksmusik ansieht.

Heute wird die Volksmusik und ihre Tradition meist von Vereinen und kulturellen Gemeinschaften aufrechterhalten, ansonsten wird sie kaum noch praktiziert. Auch auf kulturellen Festen und Veranstaltungen finden mancherorts Aufführungen statt.

Volksdans

Sind deutsche Volksmusik und Schlager ein und dasselbe?

Beide Formen der Unterhaltungsmusik sind miteinander eng verknüpft. Obwohl die Grenzen immer unklarer werden, lassen sich Volksmusik und Schlager jedoch nicht einfach zusammenfassen. Unterschiede liegen im Ambiente und der Thematik die aufgenommen und bearbeitet werden. So betont die deutsche Volksmusik, die Heimatverbundenheit und den regionalen Aspekt. Die Lieder werden teilweise im Dialekt und mittels Blasinstrumenten und Ziehharmonika vorgetragen, umgeben von einer Trachten und Naturkulisse. Der Schlager ist in seinen Inhalten und seiner Instrumentierung moderner ausgerichtet, man könnte sagen, er ist eine Form deutscher Popmusik. Es werden meist zwischenmenschliche Beziehungen thematisiert und nicht selten wird zu Synthesizern und Keyboards gegriffen. Den meisten Fans liegt jedoch nicht viel daran eine klare Abgrenzung zu schaffen, da sie sich meistens für beide Musikrichtungen interessieren. So können auch weiterhin das “Musikantenstadl” oder das “Frühlingsfest de Volksmusik” beide Musikrichtungen unter einem Dach präsentieren.

Wir möchten hiermit die Gelegenheit nutzen, unserem Sponsor casinobonusschweiz, für seine Unterstützung zu danken. Ohne seine Hilfe wäre es uns nicht möglich, diese Website zu betreiben.
Wenn Sie an Online Glücksspiel interessiert sind, können Sie unter dem Online Casino Guide, der insbesondere für Schweizer Spieler angelegt wurde, das für Sie beste Casino finden.

Nochmals, vielen Dank für Ihr Engagement!